NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht für den Goldpreis
Eine Voraussetzung für einen Preisanstieg über 5.000 Dollar sehen die Goldman-Sachs-Experten in der Nachfrage von Privatanlegern, die sich mit dem Kauf von Gold vor geopolitischen Risiken absichern wollen. Außerdem dürften nach wie vor Käufe von Notenbanken für rege Nachfrage sorgen. Zentralbanken von Schwellenländern setzen demnach trotz eines hohen Preisniveaus weiter auf Gold, um sich unabhängiger vom US-Dollar zu machen.
Zuletzt hatte der Goldpreis am Mittwoch ein Rekordhoch bei 4888 Dollar je Unze erreicht. Gegen Donnerstagmittag lag an der Metallbörse in London bei 4.823 Dollar.
Gold war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr. Preistreiber waren im vergangenen Jahr nicht zuletzt die vielen Konfliktherde weltweit.
Ein wichtiger Preistreiber bleibt zudem die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Jüngste Zinssenkungen haben die Nachfrage nach Gold verstärkt. Goldman Sachs erwartet im Verlauf des Jahres eine weitere Lockerung der Geldpolitik der US-Notenbank. Demnach dürfte der Leitzins insgesamt um 0,50 Prozentpunkte gesenkt werden. Da Gold keine Marktzinsen abwirft, sorgen sinkenden Zinsen beispielsweise für Staatsanleihen für eine stärkere Nachfrage nach dem Edelmetall./jkr/jsl/mis
Quelle: dpa-Afx