BASEL (dpa-AFX) - Die starke Konkurrenz durch Nachahmermedikamente im US-Markt hat dem Pharmakonzern Novartis
So verbuchten die Basler beim operativen Gewinn nominal einen Rückgang um 9 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Dabei belasteten auch höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Für Analysten ist aber vor allem der um verschiedene Einflüsse bereinigte Kern-Betriebsgewinn entscheidend. Mit 4,9 Milliarden Franken sank dieser um 12 Prozent, Experten hatten im Schnitt mit 5,2 Milliarden gerechnet. Unter dem Strich resultierte ein Konzerngewinn von knapp 3,2 Milliarden Dollar, im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 3,6 Milliarden gewesen.
Der Pharmakonzern wird nach früheren eigenen Angaben in den kommenden Monaten die stärkste Belastung durch Nachahmer-Medikamente in seiner Geschichte erleben, weil die milliardenschwere Umsatzbringer wie Entresto, Promacta und Tasigna ihren Patentschutz verloren haben. Konzern-Chef Vas Narasimhan hatte die Umsatzbelastung Anfang Februar auf etwa 4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dabei dürften die Auswirkungen laut dem Novartis-Lenker in der ersten Jahreshälfte deutlich stärker ausfallen als in der zweiten.
Für das Gesamtjahr bestätigt der Konzern am Dienstag aber seine bisherige Zielsetzung. Zu konstanten Wechselkursen peilt das Management weiterhin ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Für den operativen Kerngewinn wird ein Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet./hr/AWP/tav/nas
Quelle: dpa-Afx