LUXEMBURG (dpa-AFX) - Höhere Mieten haben den Wohnungsanbieter Grand City Properties (GCP) im ersten Quartal Auftrieb gegeben. So konnte das zum Immobilienkonzern Aroundtown gehörende Unternehmen die Mieteinnahmen und das operative Ergebnis trotz des Verkaufs einiger Wohnungen leicht steigern. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte das Führungsgremium um Unternehmenschef Refael Zamir. Die Aktie gab nach. Zuletzt verlor das Papier rund ein Prozent.

Die Nettomieteinnahmen legten in den ersten drei Monaten bis Ende März im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 109 Millionen Euro zu. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel mit 85,7 Millionen Euro ein Prozent höher aus, wie das Unternehmen am Dienstag in Luxemburg mitteilte.

Die für die Immobilienbranche wichtige Kennziffer FFO1 ging hingegen in den ersten drei Monaten wegen höherer Kosten um vier Prozent auf 46,4 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich halbierte sich der Gewinn auf 42,2 Millionen Euro. Der zum größten Teil zum Gewebeimmobilienkonzern Aroundtown gehörende Wohnungsanbieter begründete dies vor allem damit, dass im Auftaktquartal im Gegensatz zum Vorjahr die Bewertungsergebnisse fehlten.

Derweil will das Unternehmen für das Jahr 2025 wieder eine Dividende von 30 Cent je Aktie zahlen, wie das Unternehmen schon am Vorabend mitteilte. Für die Jahre 2022 bis 2024 hatte das Unternehmen wegen erhöhter Unsicherheiten auf den Märkten die Dividende gestrichen. Zuletzt wurden für 2021 je Aktie 83 Cent ausgeschüttet.

Ende März waren knapp 59.760 Wohnungen im Besitz von Grand City Properties und damit etwas mehr als Ende 2025. Regionale Schwerpunkte des Unternehmens sind Berlin, Nordrhein-Westfalen und London. In der britischen Hauptstadt hat Grand City Properties zwar nur gut 3.900 Wohnungen und damit knapp sieben Prozent des gesamten Bestands. Gemessen an der Bewertung der Wohnungen steuert London aber mit fast 1,9 Milliarden Euro rund ein Fünftel bei./mne/err/jha/

Quelle: dpa-Afx