Airbus-Aktie: Flugzeugbauer gewinnt mehr Neuaufträge als der Erzivale Boeing
· Börse Online Redaktion
Airbus-Zivilspartenchef Fabrice Bregier zeigte sich optimistisch für das laufende Jahr. Die Zahl der zugestellten Flugzeuge werde leicht zunehmen. Mit Boeing zusammen lieferte Airbus sechs Prozent mehr Flugzeuge aus als im Vorjahr. Beide Hersteller modernisieren derzeit ihre Produktpalette, hinzu kommt das rapide Wachstum des Flugverkehrs in Asien. Analysten befürchten allerdings angesichts sinkender Ölpreise, dass die Nachfrage nach neuen Verkehrsfliegern ihren Höhepunkt bereits erreicht hat. Bregier wischte die Bedenken vom Tisch. Der Ölpreisrutsch wirke sich nicht negativ auf die Orderbücher von Airbus aus, sagte er.
Die Zahl der Auslieferungen des beliebten Mittelstreckenjets A320 stagnierte 2014 bei etwa 490 Maschinen. Die Bestellungen für Großraummaschinen gingen um 60 Prozent auf 135 Stück zurück und blieben weit hinter den 328 bei Boeing georderten Jumbos. Im Juni hatte Airbus einen Rückschlag verkraften müssen, als die arabische Fluglinie Emirates eine Bestellung von 70 Langstrecken-Maschinen stornierte.
Vom weltgrößten Passagierflugzeug A380 lieferten die Europäer 30 Stück aus. Konzernchef Tom Enders hatte zuletzt an der Zukunft des gewaltigen Modells gezweifelt. Bregier zeigte sich in des zuversichtlicher. "Wir sind uns sicher, dass die besten Zeiten des A380 noch vor uns liegen", sagte der Spartenchef. Künftig könnte das Prestigemodell mit neuen Motoren ausgerüstet oder als verlängerte Version ins Programm genommen werden. Auf absehbare Zeit gelte es aber, neue Kunden für die aktuelle Ausstattung zu gewinnen, sagte Bregier.
Im abgelaufenen Jahr konnte Airbus keine neuen Abnehmer für das Modell überzeugen. Emirates, bislang der größte A380-Kunde, hat weitere Bestellungen angekündigt, wenn der Flugzeugbauer das Modell mit neuen Motoren ausrüstet. "Langfristig wird es meiner Meinung nach zu einer Evolution des A380 kommen. Aber Sie geben uns nicht das Tempo vor, wir entscheiden das selbst", sagte er den Journalisten.
Reuters
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