VW beendet einem Bericht zufolge seine Milliarden-Partnerschaft mit Bosch im Bereich autonomes Fahren. Die Nachricht sorgte für weitere Kursverluste.

Bei Volkswagen kriselt es - nun gibt es einen erneuten Rückschlag: Wie zuerst die “Bild” und anschließend mehrere weitere Medien berichteten, steht die Automated Driving Alliance zwischen Bosch und der VW-Softwaretochter Cariad vor dem Aus.

1,5 Milliarden Euro: Partnerschaft zwischen Bosch und VW vor dem Aus?

Die Partnerschaft zwischen Bosch und Cariad besteht seit 2022. Rund 1.000 Experten sollten gemeinsam Fahrerassistenz- und Automatisierungssysteme entwickeln. Rund 1,5 Milliarden Euro flossen bereits in das Projekt – doch die Ergebnisse blieben demnach hinter den Erwartungen zurück. 

Dem Bericht zufolge störte man sich bei VW vor allem am Rückstand gegenüber Wettbewerbern im Bereich des sogenannten Level 2++, dem „überwachten autonomen Fahren", bei dem der Fahrer auch zeitweise die Hände vom Steuer nehmen kann, aber in der Verantwortung bleibt.

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Die Bosch-Allianz soll nun wohl aufgelöst werden. Dabei könnten laut Berichten rechtliche und finanzielle Konsequenzen folgen. Die endgültige Kündigung soll demnach frühestens am 29. Juni erfolgen.

VW sucht wohl neuen Partner – und will fertige Lösungen kaufen

Volkswagen soll nun einen neuen Partner für die Weiterentwicklung seiner Fahrerassistenzsysteme suchen – allerdings sollen diese künftig fertig eingekauft statt intern entwickelt werden. Bis Ende September 2026 will VW die neue Kooperation laut Berichten vertraglich absichern.

Cariad erklärte auf Anfrage, Entwicklungspartnerschaften würden regelmäßig auf ihre strategische Relevanz hin überprüft. Gerade bei fortgeschrittenen Assistenzsystemen habe sich das Markt- und Technologieumfeld anders entwickelt als ursprünglich erwartet. Zu Gesprächen mit Partnern äußere man sich nicht. Bosch schloss sich dem an.

Weiterführende Links

Gerüchte um Stellenabbau und Werksschließungen: VW im harten Sparkurs

Gerade findet bei VW ein gewaltiger Umbauprozess statt. Wie das “Manager Magazin” berichtet, gehört dazu wohl auch ein massiver Stellenabbau: Weltweit könnten bis zu 100.000 Arbeitsplätze wegfallen – doppelt so viele wie bisher geplant. Vier deutschen Werken drohe die Schließung.

Offiziell bestätigte VW, dass an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens gearbeitet werde. Ziel sei es, das Unternehmen „effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen".

Volkswagen St. (WKN: 766400)

Umbau bei VW: Börse reagiert mit Kursverlusten

Die Märkte quittierten die Nachrichten mit deutlichem Unbehagen. Das mögliche Aus der Bosch-Allianz wird Berichten zufolge als Rückschlag für die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Herstellern bei einer wichtigen neuen Technologie gewertet. Die VW-Aktie notiert aktuell (29. Juni, 11:30 Uhr) bei 72,44 Euro – ein Tagesverlust von 2,48 Prozent und ein Minus von 34,01 Euro seit Jahresbeginn.

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Häufige Fragen

Was macht Volkswagen?

Der Volkswagen-Konzern mit Hauptsitz in Wolfsburg ist Europas größter Automobilhersteller. Er umfasst zehn Pkw-Marken (darunter Audi, Porsche, Skoda und Lamborghini), Nutzfahrzeuge sowie Finanzdienstleistungen. 

Warum beendet VW die Partnerschaft mit Bosch?

Die seit 2022 bestehende Automated Driving Alliance zwischen Bosch und der VW-Tochter Cariad blieb dem Bericht zufolge trotz einer Investition von rund 1,5 Milliarden Euro hinter den Erwartungen zurück. 

Welche weiteren Konsequenzen hat die VW-Krise?

Parallel zur Auflösung der Bosch-Allianz plant VW laut "Manager Magazin" einen drastischen Stellenabbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen weltweit – doppelt so viele wie ursprünglich angekündigt. Zudem drohen vier deutschen Werken die Schließung. 


Enthält Material von dpa-AFX

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