Wie so viele DAX-Werte fiel auch der Kurs der Deutschen Bank über Wochen nahezu ungebremst in die Tiefe. Doch jetzt werden Chartanalytiker wieder hellhörig. Denn es entsteht ein Muster, das auf einen Richtungswechsel hindeuten könnte.
Seit Januar 2024 war die Aktie der Deutschen Bank von 12,33 auf knapp über 34 Euro Anfang Januar 2025 gestiegen. Das entsprach einem Plus von 177 Prozent – nahezu eine Verdreifachung. Doch seit Anfang Februar geht es abwärts. Mittlerweile hat das Papier binnen acht Wochen schon mehr als ein Viertel verloren und notiert aktuell nur noch bei knapp 25 Euro (Stand 30. März 2026).
Im Fünfjahres-Chart sieht es fast so aus, als falle der Kurs wie ein Stein:
Das könnte den Chart auffangen
Tatsächlich aber zeichnet sich jetzt eine kleine Stabilisierung ab. „Der Chart beginnt, einen Boden auszubilden“, erklärt Chartexperte Martin Utschneider im jüngsten Video auf dem Youtube-Kanal von BÖRSE ONLINE. „Dieser Doppelboden hält uns jetzt eine kleine Chance offen“, sagt Utschneider. Zusätzlich zuversichtlich stimmt ihn auch, dass das Bollinger Band an dieser Stelle jetzt seitwärts verläuft. „Das könnte den Chart auffangen“.
Diese Bedingung muss erfüllt sein, bevor es aufwärts geht
Im Moment sei die Aktie noch kein technischer Kauf, warnt Utschneider. „Aber wenn wir hier unten bei 23,50 eine nachhaltige Bodenbildung sehen und diese nochmal testen – dann könnte es wieder nach oben gehen.“
Geduldige Anleger legen sich die Aktie jetzt in die Watchlist und beobachten den Candlestick-Chart. Denn es reicht, wenn der Kurs im Tagesverlauf (Intraday) die 23,50 Euro touchiert. Bisher sieht es sogar so aus, als stabilisiere sich der Aktienkurs auch ohne erneuten Test.
Noch ist keine Eile geboten. Aber da bahnt sich womöglich eine spannende Chance an.
Im Video hat Martin Utschneider übrigens noch weitere Charts analysiert. Neben dem DAX geht es auch um Beiersdorf, die Porsche Holding SE und SAP.
Hier sehen Sie die komplette Analyse auf Youtube.
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Häufige Fragen zum Thema
Was unterscheidet Chartanalyse von der Fundamentalanalyse?
Chartanalyse, auch technische Analyse genannt, beobachtet Muster im Verlauf eines Aktiencharts und interpretiert diese anhand von gleitenden Durchschnitten, Unterstützungslinien und einer Vielzahl speziell entwickelter, , mathematischer Indikatoren.
Im Gegensatz zur Fundamentalanalyse interessiert sich die Chartanalyse nicht dafür, welche Art von Meldung oder Aussage des Unternehmens möglicherweise eine Kursbewegung mit ausgelöst hat. Chartanalysten treffen ihre Vorhersagen und Schlüsse allein anhand der erkennbaren, oft wiederkehrenden Muster.
Ist Chartanalyse Hokuspokus?
Kritiker bezeichnen Chartanalyse manchmal als „Astrologie für Privatanleger“. Im Gegensatz zur Astrologie gibt es bei der Chartanalyse aber tatsächlich messbare Erfolge. Das liegt vor allem daran, dass an der Börse – und insbesondere auf Kryptoplattformen – immer mehr mathematische Modelle eingesetzt werden, die sich zwangsläufig auch an Chartverläufen orientieren. Je mehr Anleger Chartanalyse betreiben, desto wahrscheinlicher wird es, dass die Mehrzahl von ihnen ähnliche Schlüsse zieht – und an den gleiche Kurspunkten handelt. Das erhöht dann die Trefferquote der Chartanalyse automatisch, ohne dass es etwas darüber aussagt, ob die Vorhersage auch ohne dieses Handeln im Kollektiv richtig gewesen wäre.
Was sind die einfachsten Formen der Chartanalyse?
Viele Finanzportale im Internet können einfache Chartwerkzeuge wie gleitende Durchschnitte (200-Tage-Linie, 50-Tage-Linie), Indikatoren wie den MACD oder RSI und weitere Hilfswerkzeuge zur Chartanalyse einblenden, mit denen sich auch Privatanleger einen ersten, einfachen Überblick über Charts verschaffen können.