So startet der DAX in die neue Handelswoche und das bewegt den deutschen Leitindex. Außerdem im Fokus: Bitcoin, Rheinmetall, Boeing, RWE, Nordex, Rente und der KI-Boom.
Der Dax kann sich am Montag weiterhin nicht von der 25.000-Punkte-Marke lösen. Obwohl Fortschritte bei den Friedensverhandlungen im Iran-Krieg vermeldet wurden, konnten Anleger ihre Zweifel nicht ganz ablegen. Nach einem Tageshoch von 25.082 Punkten stand die Tausendermarke im Tagesverlauf immer wieder auf der Kippe. Am Nachmittag behaupete sich der Dax dann 0,1 Prozent höher bei 25.019 Punkten. Der MDax büßte dagegen 0,2 Prozent ein auf 32.570 Punkte.
Die Börsen feierten bislang keinen Friedensvertrag, sondern honorierten lediglich Fortschritte auf dem Weg dorthin, kommentierte Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro. Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den Verhandlungsführern der USA und des Irans soll es mit weiteren Beratungen auf Arbeitsebene weiter gehen. Wienke sieht die Gespräche in einer kritischen Übergangsphase, in der von einem weiterhin möglichen Scheitern der Verhandlungen weiterhin die größte Gefahr ausgehe.
Daher sorgen selbst die zuletzt stark gefallenen Ölpreise nicht für den erhofften Befreiungsschlag. Bremsend wirkte sich auch die Erwartung aus, dass die US-Börsen nach dem verlängerten Wochenende nur verhalten in den Handel starten.
US-Börsen und SpaceX
Nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende hat der Dow Jones Industrial am Montag etwas weiter zugelegt. Gestützt wurde der Leitindex durch erneut sinkende Ölpreise im Zuge positiver Signale von den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für ein Abkommen zur Beilegung des Kriegs.
Der Dow stieg zuletzt um 0,3 Prozent auf 5.1696 Punkte. Der marktbreite S&P 500 hingegen fiel um 0,2 Prozent auf 7.484 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,1 Prozent auf 30.376 Punkte nach unten.
Aus Branchensicht war der konjunktursensible Halbleitersektor weiter gefragt. So erreichten die Aktien von Intel erneut einen Höchststand und zogen zuletzt um 3,4 Prozent an. Sie hatten bereits am Donnerstag dank eines Vertrags mit dem Tech-Riesen Apple über die Herstellung von Chips knapp 11 Prozent gewonnen und ein Rekordhoch erreicht. Für Branchenkollege Micron ging es um 4,5 Prozent nach oben. In Asien war der Sektor zu Wochenbeginn ebenfalls gefragt.
Derweil setzte sich der Sinkflug der Aktien von Börsenneuling SpaceX fort. Mit einem Minus von zehn Prozent steuern sie auf ihren dritten Verlusttag zu. Die ersten drei Handelstage davor hatten sie noch fulminant zugelegt, was dem Raumfahrt- und KI-Konzern von Tesla-Chef Elon Musk zeitweise den Status des viertwertvollsten Unternehmens der Welt beschert hatte.
Nachrichten aus Deutschland
Carl Zeiss Meditec ziehen an - Zeiss AG stockt Beteiligung auf
Die Aktie des Medizintechnik-Unternehmens Carl Zeiss Meditec hat am Montag einen kräftigen Erholungsschub erhalten. Dass die Carl Zeiss AG ihre Beteiligung aufstocken will, verhalf dem Papier zu einem Plus von fast zehn Prozent auf 27,38 Euro. Damit hatte die Aktie im Nebenwerteindex SDax klar die Nase vorn. Dieser büßte zuletzt ein Prozent ein.
Wie die Großaktionärin Zeiss mitteilte, sollen Aktien von Carl Zeiss Meditec im Wert von bis zu 200 Millionen Euro über die Börse gekauft werden. Zugleich wurde betont, dass mit der beabsichtigten Aufstockung keine über die Erhöhung der Beteiligungsposition hinausgehenden Ziele verfolgt würden.
Die Aktie ist Ende 2025 unter Druck geraten, der sich im Januar 2026 weiter beschleunigte. Im Dezember musste überraschend der damalige Vorstandschef Maximilian Foerst wegen eines Verstoßes gegen den internen Verhaltenskodex das Unternehmen verlassen. Pessimistische Signale für das laufende Geschäftsjahr hatten dann Ende Januar das Papier auf ein Zehnjahrestief geschickt.
Im Jahresverlauf ging es weiter abwärts bis auf ein Tief von unter 23 Euro im März. Im Mai hatte der Jenaer Medizintechnikkonzern angesichts seiner Probleme auf dem wichtigen chinesischen Markt Kostensenkungen, etwa durch Geschäftsverlagerungen, angekündigt. Zudem wurde mit der Managerin Bronwyn Brophy O'Connor auch eine Nachfolge für Foerst gefunden. Wann sie jedoch als Vorstandschefin bei dem SDax-Unternehmen die Arbeit aufnimmt, ist bislang noch nicht bekannt gegeben worden. Bis zu ihrem offiziellen Amtsantritt bleibt Andreas Pecher weiter Interimschef.
Zalando springen hoch - Großaktionär kauft kräftig zu
Die Zalando-Aktie ist am Montagnachmittag kräftig nach oben gesprungen und war zuletzt mit plus 4,5 Prozent auf 25,35 Euro zweitstärkster Wert im Dax nach Infineon. Mit zeitweise 25,76 Euro hatte sich der Kurs des Online-Modehändlers kurz zuvor wieder seinem Zwischenhoch vom 12. Juni bei knapp unter 26 Euro genähert.
Stimmrechtsmitteilungen zufolge hat Großaktionär und Aufsichtsratsmitglied Anders Holch Povlsen am vergangenen Montag, 15. Juni, in mehreren Transaktionen umfangreich Aktien für mehrere Millionen Euro zugekauft.
Rüstungswerte unter Druck - Vincorion im Plus, KNDS vor IPO
Die Hoffnung auf einen Ausweg aus dem Nahost-Krieg belastet am Montag die Aktien aus dem Rüstungssektor. Die Titel von Rheinmetall büßten zwei Prozent ein und blieben damit im Chart in ihrem Abwärtskanal, der im Januar in Rekordnähe eingeleitet worden war. Im MDax büßten die Aktien von Hensoldt 3,5 Prozent ein, während Renk und TKMS bis zu 2,6 Prozent verloren.
Anleger hatten in den vergangenen Monaten schon die Lust an Rüstungswerten verloren und sich zuletzt nicht nur Sorgen um das Tempo beim Umschlag der hohen Auftragsbestände, sondern auch um das Produktangebot bei veränderten Kriegsschwerpunkten gemacht. Bei Rheinmetall sind daher die Kurshöhepunkte seit Januar stetig rückläufig. Neben den drei Autobauern und SAP gehören die Papiere mit einem Kursrutsch um ein Viertel zu den bislang schwächsten Dax-Werten in diesem Jahr.
Der Analyst Yan Derocles von der Investmentbank Oddo BHF hob vor diesem Hintergrund bei Rheinmetall eine Einstiegschance hervor. Er attestierte dem Dax-Konzern "Wachstum zum Discountpreis" wegen eines Bewertungsabschlags gegenüber der europäischen Konkurrenz. Dies konnte den Kurs aber nur vorübergehend stützen. Die Sektor-Skepsis setzte sich durch angesichts vermeldeter Fortschritte in den Gesprächen über ein Kriegsende zwischen den USA und dem Iran.
Eine robuste Ausnahme im Sektor waren die Titel von Vincorion, die am Montag erstmals als SDax-Mitglied gehandelt wurden. Sie hoben sich im Zuge dessen mit einem Anstieg um fast ein Prozent positiv ab vom schwachen Branchenumfeld. Das Unternehmen ist erst seit März börsennotiert und hat seither eine durchwachsene Entwicklung hinter sich. Mit 18,20 Euro werden die Aktien aktuell immerhin sieben Prozent über ihrem Ausgabepreis von damals 17 Euro gehandelt.
Mit KNDS könnte bald ein großes Unternehmen der Branche an der Börse dazu kommen. Deutschland und Frankreich haben eine Vereinbarung zum Einstieg der Bundesregierung getroffen, wodurch beide Staaten künftig gleich stark an dem Panzerbauer beteiligt sein sollen. Damit könnte auch der Weg für einen Börsengang geebnet werden, hieß es. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dieser könnte dann am Dienstag angekündigt werden.
Hochtief-Aktien immer wertvoller: Baukonzern jetzt im Dax
Der Baukonzern Hochtief ist seit heute im Dax. Das Unternehmen wird damit zu den 40 führenden börsennotierten Firmen in Deutschland gezählt. Sein Debüt im deutschen Leitindex gab Hochtief mit einem Kursanstieg um 0,6 Prozent.
Hochtief verdrängte aus dem Dax den Volkswagen-Großaktionär Porsche SE, der in den Index für mittelschwere Werte MDax abstieg und dort heute mit einem Abschlag von 1,8 Prozent gleich zu den schwächsten Werten gehörte.
Hochtief stieg zum ersten Mal in den deutschen Leitindex auf. Wichtig sind die Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes real nachbilden. Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden.
Die Aufnahme in den Dax folgt genau festgelegten Regeln. Entscheidend für Auf- oder Abstieg sind der Wert der Streubesitzaktien an einem bestimmten Tag sowie die Handelsumsätze an der Börse. Alle drei Monate wird überprüft, welche Unternehmen in die Indizes Dax, TecDax, MDax und SDax aufgenommen werden oder sie verlassen müssen.
Jefferies belässt RWE auf 'Buy' - Ziel 63 Euro
Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für RWE auf "Buy" mit einem Kursziel von 63 Euro belassen. Analyst Ahmed Farman würde eine Aufstockung der Anteile an Amprion begrüßen, wie er am Sonntag mit Blick auf entsprechende Berichte schrieb. Er erwartet einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag für die Essener.
Nordex erhält Aufträge über 484 Megawatt aus den USA
Der Windturbinenbauer Nordex hat drei Aufträge über insgesamt 484 Megawatt aus den USA erhalten. Geliefert werden sollen 32 Turbinen des Typs N133/4.8 mit einer Gesamtleistung von rund 154 Megawatt sowie 56 Turbinen des Typs N163/5.X mit einem Gesamtvolumen von rund 350 Megawatt. Die Namen der drei Kunden und der Projekte wurden nicht mitgeteilt.
Rheinmetall mit neuerlichem Erholungsversuch - Oddo-Empfehlung
Die Aktien von Rheinmetall kehren am Montag nach einer Empfehlung von Oddo BHF vorbörslich an ihr Tageshoch vom Freitag zurück. Auf der Handelsplattform Tradegate kosten sie mit 1.221 Euro rund eineinhalb Prozent mehr als zum Xetra-Schluss am Freitag.
Yan Derocles kappte zwar sein Kursziel nach dem schlechten Lauf der Aktien auf 1.670 Euro, stufte sie allerdings auf "Outperform" hoch. Zusammen mit BMW sind Rheinmetall bei rund 20 Prozent Minus die schwächsten Dax-Werte der vergangenen drei Monate.
Die Anleger hatten etwas die Lust an Rüstungswerten verloren und sich zuletzt nicht nur Sorgen um das Tempo beim Umschlag der hohen Auftragsbestände, sondern auch um das Produktangebot bei veränderten Kriegsschwerpunkten gemacht.
Derocles sieht aber inzwischen eine gute Einstiegschance. Bei Rheinmetall bekämen die Anleger "Wachstum zum Discountpreis", schrieb er angesichts eines Bewertungsabschlags von mehr als zwanzig Prozent gegenüber dem Durchschnitt der europäischen Rüstungskonkurrenz. Dabei hätten die Düsseldorfer bis 2030 deutlich dynamischeres Potenzial.
Rentenalter soll steigen - Stabile Renten für Jüngere
Die geplante Reform der Alterssicherung mit einem höheren Rentenalter soll die Rente auch in den nächsten Jahren für junge Leute sicher machen. Das kündigte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) bei einem Bürgerdialog in Berlin an. Die 30 Empfehlungen der Rentenkommission seien ein "Gesamtkunstwerk". Entstehen solle ein neues System, tragfähig für alle Generationen. An diesem Dienstag will die Regierungskommission ihren Vorschlag offiziell an Bas und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) übergeben.
Eine letzte von rund 150 Sitzungen des 13-köpfigen Gremiums soll am Montag nach fünfeinhalb Monaten Beratungszeit noch letzten redaktionellen Bearbeitungen dienen, wie es aus Kommissionskreisen hieß. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur und anderer Medien will das Gremium weitreichende Änderungen vorschlagen. Das Rentenalter soll bis 2051 auf 68 steigen, die sogenannte "Rente mit 63" soll abgeschafft werden. Eine beitragsfinanzierte Kapitalsäule soll in Zukunft höhere Renten für heute Jüngere möglich machen als nach heutigem Recht. Selbstständige und Politiker sollen in die gesetzliche Rente aufgenommen werden.
Internationale Nachrichten
Micron und Anthropic schließen strategische Partnerschaft für KI-Speicher
Micron Technology und Anthropic haben eine Kooperation vereinbart, bei der Micron zum primären Lieferanten von Arbeitsspeicher, HBM-Chips und Speicherlösungen für Anthropics KI-Modell Claude wird – Microns Aktie legte daraufhin rund 5 Prozent zu. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, Speicher- und Storagesubsysteme speziell für KI-Trainings- und Inferenzworkloads zu optimieren, um Leistung, Energieeffizienz und Kostenstruktur zu verbessern. Der Deal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Speicherkapazitäten weltweit als kritischer Engpass in der KI-Infrastruktur gelten – ein Engpass, der nach Einschätzung vieler Analysten noch mindestens bis Ende des Jahres anhalten wird.
China setzt weitere US-Firmen auf Exportkontrollliste
China hat zehn weitere US-Unternehmen auf seine Exportkontrollliste gesetzt und ergreift damit im Handels- und Technologiestreit mit Washington erneut Gegenmaßnahmen. Exporteure dürfen den Firmen nach Angaben aus Peking keine Güter mehr liefern, die sowohl eine zivile als auch eine militärische Verwendung finden können.
Vizeministerpräsident Ding Xuexiang kritisierte in einer Rede in Peking, einige Länder setzten die nationale Sicherheit als Vorwand für Handelsbeschränkungen ein. Das könne zu geopolitischen Konflikten und Kriegen führen, Protektionismus nehme zu und es steige das Risiko einer Fragmentierung der Industrie- und Lieferketten. Durch Dialog müsse verhindert werden, dass wirtschafts- und handelspolitische Fragen als Druckmittel eingesetzt würden, forderte er.
Auf Chinas Exportkontrollliste stehen nun unter anderem die Firmen Aveox, Red Cat Holdings, Teal Drones, Oshkosh Defense, L3Harris Maritime Services sowie MP Materials und USA Rare Earth. Mehrere der Unternehmen arbeiten im Rüstungs-, Drohnen- oder Sicherheitsbereich. Andere sollen amerikanische Lieferketten für seltene Erden und Magnete aufbauen - einen Bereich, den bislang chinesische Firmen dominieren.
Parallel verbot Chinas Finanzministerium staatlichen Stellen, Produkte zu kaufen, die von 46 US-Unternehmen hergestellt werden. Betroffen sind unter anderem große Rüstungskonzerne und Rüstungssparten großer Unternehmen, darunter Lockheed Martin, RTX (früher Raytheon) und Boeing.
Ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking stellte die neuen Maßnahmen in Zusammenhang mit einer US-Entscheidung. Das Pentagon hatte am 8. Juni eine aktualisierte Liste von 188 chinesischen Unternehmen und verbundenen Einheiten veröffentlicht, die es als sogenannte chinesische Militärunternehmen einstuft. Darunter sind prominente Namen wie Alibaba, einer der größten chinesischen Internet- und Onlinehandelskonzerne, und BYD, Chinas führender Hersteller von Elektroautos.
Schwellenländer-Unternehmen übertreffen erstmals seit 2022 Gewinnerwartungen
Unternehmen im MSCI Emerging Markets Index haben die Analystenprognosen des Vorjahres erstmals seit vier Jahren übertroffen, getragen vor allem von Technologieriesen wie SK Hynix, Samsung und TSMC sowie Energie- und Versorgungsunternehmen aus Indien und Brasilien. Als Treiber gelten KI-bedingte Investitionsausgaben, chinesische Konjunkturprogramme und ein schwächerer US-Dollar, der die Exporterlöse in Landeswährungen erhöht hat. Große Investmenthäuser wie Morgan Stanley und JPMorgan Asset Management erwarten eine Ausweitung der Erholungsdynamik auf Industrie-, Rohstoff- und Rüstungswerte – warnen aber, dass die Gewinne bisher auf eine kleine Gruppe großer Technologiefirmen konzentriert bleiben.
Microsoft-Chef Nadella fordert Kurskorrektur in der KI-Branche
Satya Nadella hat in einem WSJ-Interview davor gewarnt, dass eine Zukunft, in der nur wenige Konzerne die KI-Entwicklung kontrollieren und gleichzeitig Massenentlassungen ankündigen, kaum gesellschaftliche Akzeptanz finden werde – und plädiert stattdessen für breiten Zugang, günstigere Modelle und mehr Nutzerfreiheit. Konkret expandiert Microsoft mit günstigeren Copilot-Angeboten und prüft die Integration von DeepSeek-Modellen, was direkten Preisdruck auf OpenAI und Anthropic ausüben würde. Die Aussagen markieren eine bemerkenswerte Verschiebung für einen der wichtigsten OpenAI-Investoren, auch wenn Microsoft betont, weiterhin zu beiden Partnerschaften zu stehen.
Krypto-Hacks und japanischer Pensionsfonds als Crypto-Investor
Die Ethereum-Layer-2-Blockchain Taiko erlitt einen Sicherheitsvorfall, bei dem Angreifer rund 1,7 Millionen Dollar über eine Schwachstelle im Bridge-Protokoll erbeuteten – das Unternehmen rief Nutzer zur sofortigen Abhebung aller Gelder auf. Gleichzeitig wurde der berüchtigte MEV-Bot Jaredfromsubway.eth – der jahrelang durch automatisierte Transaktionsmanipulationen hunderte Millionen verdient hatte – durch einen gezielten Gegenangriff um 7,5 Millionen Dollar erleichtert. Auf institutioneller Seite plant ein japanischer Pensionsfonds, der rund 130 Millionen Dollar verwaltet, im laufenden Geschäftsjahr erstmals rund 1 Prozent seines Vermögens in Krypto-Assets zu investieren – ein Signal zunehmender Akzeptanz digitaler Vermögenswerte auch unter konservativeren Investoren.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der geplante Rentenanstieg auf 68 Jahre für junge Arbeitnehmer?
Die Rentenkommission will das Rentenalter bis 2051 schrittweise auf 68 Jahre anheben und gleichzeitig die "Rente mit 63" abschaffen. Als Ausgleich soll eine beitragsfinanzierte Kapitalsäule eingeführt werden, die für heute Jüngere langfristig höhere Renten ermöglichen soll als nach aktuellem Recht. Zudem sollen künftig auch Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.
Warum bietet Rheinmetall nach dem Kursrückgang laut Analysten eine Einstiegschance?
Oddo-BHF-Analyst Yan Derocles sieht bei Rheinmetall aktuell "Wachstum zum Discountpreis": Die Aktie notiert mit einem Bewertungsabschlag von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der europäischen Rüstungskonkurrenz, obwohl der Konzern bis 2030 ein deutlich dynamischeres Wachstumspotenzial aufweise als viele Mitbewerber. Zusammen mit BMW gehört Rheinmetall zu den schwächsten DAX-Werten der vergangenen drei Monate, was den Einstieg für antizyklische Anleger attraktiver macht.
Was bedeuten Chinas neue Exportkontrollmaßnahmen gegen US-Firmen für den Technologiesektor?
China hat zehn weitere US-Unternehmen auf seine Exportkontrollliste gesetzt und staatlichen Stellen den Kauf von Produkten aus 46 US-Firmen verboten – darunter Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin, RTX und Boeing. Besonders brisant: Auch Unternehmen, die seltene Erden und Magnete in den USA aufbauen wollen, sind betroffen – einem Bereich, den bislang chinesische Firmen dominieren. Die Maßnahmen verschärfen die Fragmentierung globaler Lieferketten und erhöhen den Druck auf westliche Unternehmen, sich unabhängiger von chinesischen Rohstoffen und Vorprodukten aufzustellen.