HeidelCement-Aktie nach den Zahlen: Kursdelle zum Einstieg nutzen
· Börse Online Redaktion
Skeptiker sehen eine beängstigende Parallele zum Kauf des britischen Zementherstellers Hanson 2007, der HeidelbergCement um ein Haar in die Pleite gerissen hätte. Zwar sei der Kaufpreis hoch, aber die Branche noch lange nicht am Hoch des Zyklus wie zum Zeitpunkt des Hanson-Kaufs 2007, argumentieren indes die Analysten der US-Bank Jefferies. Damals seien wesentlich höhere Vielfache des operativen Gewinns gezahlt worden.
Regional ergänzen die Italiener die Palette der Heidelberger. Die Portfolien seien fast komplementär, sagt Jefferies. Lediglich in Belgien und den USA müssten Firmenteile mit einem Umsatzvolumen von rund 15 Prozent der gut vier Milliarden Euro Umsatz der Italiener womöglich verkauft werden. Vorstandschef Scheifele rechnet damit, dass bis 2018 Einsparungen von jährlich mindestens 175 Millionen Euro erzielt werden.
Vor dem Hintergrund der Akquisition, die im Laufe des nächsten Geschäftsjahres abgeschlossen werden soll, erhöhte der DAX-Konzern seine mittelfristigen Ziele. HeidelbergCement will jetzt bis 2019 einen Umsatz über 20 Milliarden Euro erreichen, zuvor waren 17 Milliarden angepeilt. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollen es mehr als fünf Milliarden Euro gegenüber den ursprünglichen vier Milliarden werden. Schon im ersten Jahr nach dem Abschluss soll Italcementi positive Gewinnbeiträge abliefern.
HeidelbergCement ist in regional attraktiven Märkten wie den USA oder in Indonesien stark positioniert und profitiert vom globalen Bauboom. Die Übernahme ist zwar nicht günstig, erscheint aber strategisch sinnvoll. Wir bleiben trotz der ausstehenden Kapitalmaßnahmen bei unserer Kaufempfehlung für den DAX-Titel. Anleger nutzen die Kursdelle zum Einstieg.
Stopp: 58,00
Ziel: 95,00
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