HeidelCement-Aktie steigt nach Zahlen - Konzern verdient besser dank guter Baukonjunktur
· Börse Online Redaktion
Von der robusten Baukonjunktur in den Schlüsselmärkten Westeuropa und Nordamerika werde HeidelbergCement auch in diesem profitieren, erklärte Scheifele. "Der deutlich gesunkene Ölpreis und der schwächere Euro bedeuten für uns zusätzlichen Rückenwind." Der niedrigere Ölpreis verbilligt nicht nur die energieintensive Zementproduktion. Die Heidelberger erzielen auch vier Fünftel ihres Umsatzes in Erdöl importierenden Ländern, wo der Ölpreisrückgang wie ein Konjunkturprogramm wirkt. Im vergangenen Jahr hatte die Stärke des Euro gegenüber anderen Währungen den Umsatz um eine halbe Milliarde Euro und den Gewinn um 118 Millionen Euro gedämpft.
HeidelbergCement rechnete aus den Zahlen die Beiträge des vor Kurzem verkauften Bauproduktegeschäfts heraus. Kurz vor Weihnachten hatte der Konzern die einst mit dem britischen Unternehmen Hanson übernommene Sparte für 1,4 Milliarden Dollar an den Finanzinvestor Lone Star verkauft. Nach den internationalen Standards zur Rechnungslegung IFRS durften die nicht fortgeführten Aktivitäten nicht mehr bilanziert werden.
Nach einer um das Bauproduktgeschäft bereinigten Prognose von Banken, die HeidelbergCement selbst erfasst hat, erwarteten Analysten einen Jahresumsatz von 12,37 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 1,58 Milliarden Euro. Das vierte Quartal schloss der Zement- und Kiesproduzent besser ab als vorhergesagt: Das operative Ergebnis betrug bereinigt 442 Millionen Euro bei einer Prognose von 434 Millionen Euro.
Die Nettoverschuldung sank unter sieben Milliarden Euro und näherte sich damit weiter dem Ziel von weniger als 6,5 Milliarden Euro an. Der Erlös aus dem Verkauf des Bauproduktegeschäfts von 1,4 Milliarden Dollar sei darin noch nicht enthalten, erklärte das Unternehmen. Schuldenabbau und eine Verbesserung der operativen Marge von zuletzt 12,6 Prozent blieben oberste Priorität, erklärte Scheifele.
Reuters
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