Am Freitag hat dieser beliebte MDAX-Wert seinen Anlegern die Kürzung der Dividende verkündet. Dazu gab es eher gemischte Quartalszahlen. Warum Investoren jetzt vorsichtig sein sollten.

Die Aktie des Gabelstapler-Herstellers Jungheinrich läuft an der Börse schon länger gen Süden. Nun hat das Unternehmen Zahlen vorgelegt, die ebenfalls nicht für Jubelstürme sorgen dürften.

MDAX-Aktie streicht Dividende zusammen

So hat das Unternehmen 2025 trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds den Auftragseingang und Umsatz gesteigert, operativ aber wegen Sondereffekten deutlich weniger verdient. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlich. So wird der Auftragseingang bei 5,4 bis 6,0 Milliarden Euro gesehen, wie das Unternehmen am Freitag in Hamburg mitteilte. Voraussetzung sei, dass sich die geopolitischen Rahmenbedingungen nicht verändern und die Lieferketten stabil bleiben.

Der Umsatz dürfte zwischen 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro liegen und damit im schlechtesten Fall etwas unter dem Vorjahr. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) sollen im laufenden Jahr 380 bis 450 Millionen Euro operativer Gewinn bleiben, was im Rahmen der Erwartungen von Analysten liegt.

2025 stieg der Auftragseingang um 1,4 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 2,0 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) lag mit 228 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 434 Millionen Euro. Grund dafür waren Sondereffekte in Höhe von 220 Millionen Euro - unter anderem wegen der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft. Analysten hatten beim Ebit mit etwas mehr gerechnet. Bereinigt um die Einmaleffekte lag das operative Ergebnis bei 448 Millionen Euro.

Unter dem Strich sank der auf die Aktionäre entfallende Gewinn auf 103,6 Millionen Euro (Vorjahr 289 Mio). Je Vorzugsaktie will Jungheinrich 0,29 Euro Dividende zahlen und damit 51 Cent weniger als für 2024.

Warum Anleger jetzt vorsichtig sein sollten

Infolge dieser Ergebnisse fiel die Aktie von Jungheinrich in einer ersten Reaktion um 2 Prozent und setzte damit die Kursschwäche der vergangenen Tage fort. Im Chart droht nun ein Test der bisherigen Tiefs bei 26 Euro und die Ausbildung eines Todeskreuzes.

Entsprechend sollten Anleger vorsichtig sein, was die Papiere des MDAX-Konzerns angeht, Wesentlich bessere Investmentchancen gibt es in der aktuellen BÖRSE ONLINE-Ausgabe. Hier geht es zur digitalen Version.

Jungheinrich Vz. (WKN: 621993)

Enthält Material von dpa-AFX

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Häufig gestellte Fragen

Warum fällt die Aktie von Jungheinrich am Freitag?

Die Aktie von Jungheinrich fällt am Freitag nach gemischten Zahlen und einer Kürzung der Dividende.

Warum sollten Anleger bei der Aktie von Jungheinrich vorsichtig sein?

Die Aktie befindet sich charttechnisch in der Abwärtsbewegung und im Chart zeigt sich aktuell ein Todeskreuz.

Was sagt BÖRSE ONLINE zur Aktie von Jungheinrich?

BÖRSE ONLINE empfiehlt die Aktien von Jungheinrich aktuell nicht zum Kauf.