Star-Investor Michael Burry hat erneut vor einer KI-Blase bei Nvidia, Palantir und Co. gewarnt. Das steckt konkret hinter der düsteren Prognose des Star-Investors, und darum ist ein Tech-Experte eher skeptisch, was die Aussagen des Ex-Hedgefondsmanagers angeht.
Michael Burry warnt bereits seit Längerem vor einer KI-Blase an den Märkten und hat seine düsteren Prognosen nun ein weiteres Mal bekräftigt.
Michael Burry warnt erneut vor KI-Blase bei Nvidia und Co.
Konkret schrieb der ehemalige Hedgefondsmanager, der bereits die Finanzkrise 2008 erfolgreich vorhergesagt hat, auf X: “Eine Frage an $ORCL, $GOOG, $META, $MSFT, $AMZN, $NVDA, $CAT und alle anderen: „Wann hört der Ausbau von KI-Rechenzentren endlich auf?“ Er verschlingt euren gesamten Cashflow. Ihr nehmt Kredite auf und finanziert euch auf nie dagewesene Weise – offenbar, weil es so dringlich ist, weil es skalierbar ist?“
Er führte weiter aus: “Aber wenn es skalierbar ist, wann hört es dann auf? Inzwischen greifen Sie zu Bilanztricks, um Ausgaben zu verschleiern und Gewinne zu schützen, da die Auswirkungen so gravierend sind. Sie werden Ihre Gewinne auf neue und undurchsichtige Weise manipulieren müssen. Wann hört das endlich auf?”
Burry hatte bereits mehrfach vor Finanztricks bei den KI-Konzernen gewarnt. Unter anderem hatte BÖRSE ONLINE in diesem Artikel darüber berichtet: Cash aus Forderungen fließt immer später: Ist das die Achillesferse von Palantir?
Tech-Experten sind skeptisch
Doch angesichts der Äußerungen von Michael Burry sind einige Tech-Experten tatsächlich skeptisch. Aakash Gupta, Autor eines großen Technologie-Newsletters, sieht einen anderen Grund hinter der Agenda des Hedgefondsmanagers: „Burry veröffentlicht massenhaft die buchhalterischen Argumente für seine Put-Optionen auf Nvidia und Palantir, während der Rest des Marktes noch darüber diskutiert, ob der Investitionszyklus nachhaltig ist.“
Er gestand allerdings ein, dass der KI-Investitionszyklus tatsächlich für Probleme sorgen könnte, warnte Anleger aber dennoch davor, Burry zu folgen. Von ihm hieß es: „Bei Burry ist das Muster immer dasselbe: Die Strukturanalyse ist korrekt, das Timing jedoch falsch, und der Markt bleibt lange genug irrational, um den Trade zunichtezumachen, bevor er sich auszahlt“, schrieb er. „Ob er sich auszahlt, hängt von etwas ab, worin Burry noch nie gut war: den Moment zu erwischen, in dem die Musik aufhört.“
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.