Am Dienstagabend bricht die Aktie des Pharmakonzerns Novo Nordisk im US-Handel um 12 Prozent ein. Hintergrund ist eine erneute Hiobsbotschaft für Anleger. Das steckt dahinter.
Aktionäre von Novo Nordisk sind bereits sehr leidgeprüft und müssen nun die nächste Belastungsprobe bestehen. Nachdem das Unternehmen am Dienstagabend Zahlen vorlegte, bricht der Kurs um 12 Prozent ein.
Nächster Crash bei Novo Nordisk-Aktie
Konkret geht der Pharmakonzern Novo Nordisk für das laufende Jahr von einem Umsatzrückgang aus, weil die Konkurrenz für die bekannten Gewichtssenker Ozempic und Wegovy zunimmt. Zudem wird das Geschäft durch den US-Vorstoß, die Preise für Medikamente zu senken, getroffen. Der Umsatz dürfte währungsbereinigt um 5 bis 13 Prozent sinken, teilte das dänische Unternehmen am Dienstag mit. Das ist deutlich stärker, als Analysten zuvor geschätzt hatten. Diese rechneten lediglich mit einem Minus von im Schnitt 1,4 Prozent.
Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um sechs Prozent auf gut 309 Milliarden dänische Kronen (rund 41,4 Mrd Euro), währungsbereinigt lag das Plus bei zehn Prozent - und damit im Rahmen der Anfang November gesenkten Prognose. Das operative Ergebnis fiel um ein Prozent auf 127,7 Milliarden Kronen, wobei sich Währungseffekte negativ bemerkbar machten. Unter dem Strich verdiente Novo Nordisk mit 102,4 Milliarden Kronen ein Prozent mehr.
Wie geht es jetzt mit der Aktie weiter?
Mit diesen Nachrichten liefert Novo Nordisk den nächsten Schocker, nachdem der Konzern im vergangenen Jahr bereits mehrere Gewinnwarnungen vermelden musste.
Operativ befindet sich das Unternehmen damit weiter im Abwärtstrend, und auch charttechnisch verschlechtert sich das Bild. Der neuerliche Abverkauf negiert die im Dezember gestartete Erholungsbewegung in Teilen und lässt den Anstiegsversuch über die 200-Tage-Linie endgültig scheitern.
Anleger sollten entsprechend vorsichtig sein, denn weitere Kursverluste sind durchaus möglich.
Enthält Material von dpa-AFX
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