Schwache Gewinnzahlen und vorsichtige Analystenkommentare sorgen bei diesem Dax-Titel für mächtig Druck. Die Aktie rutschte am Donnerstag deutlich ab – Anleger fragen sich nun, wie es weitergeht.

Die Aktie von Merck ist nach Vorlage der jüngsten Jahres- und Quartalszahlen kräftig unter Druck geraten. Nach der Veröffentlichung am 5. März verlor das Papier zeitweise rund 7,8 Prozent und gehörte damit zu den schwächsten Werten im DAX. Am Freitag zeigt sich eine leichte Stabilisierungstendenz beim Darmstädter Pharma- und Chemiewert. Können Anleger schon wieder zugreifen?

Gewinn enttäuscht – Merck-Aktie reagiert mit deutlichem Kursrutsch

Merck erzielte im Berichtsquartal einen Umsatz von 5,25 Milliarden Euro und traf damit nahezu exakt die durchschnittlichen Analystenschätzungen. Beim Ergebnis blieb der DAX-Konzern jedoch klar hinter den Erwartungen zurück: Der Gewinn pro Aktie lag mit 1,88 Euro rund 3,5 Prozent unter den Konsensschätzungen. Für das laufende Jahr stellt sich Merck zudem auf ein schwierigeres Umfeld ein. An der Börse sorgte vor allem dieser Ausblick für den eingangs erwähnten Kursrutsch.

Währungsdruck und Generika belasten den Ausblick beim DAX-Konzern

Neben der Gewinnenttäuschung verweisen Analysten auf gleich mehrere Belastungsfaktoren im laufenden Jahr. So dürften erneut ungünstige Wechselkursentwicklungen das Ergebnis dämpfen. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck durch Generika, insbesondere bei Mercks Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad.

Deshalb äußern sich die Analysten tendenziell eher vorsichtig zur Merck-Aktie:

Die britische Bank Barclays bleibt zwar bei ihrer Einstufung „Equal Weight“ für die Merck-Aktie und belässt das Kursziels bei 170 Euro, was noch einigermassen zuversichtlich stimmt. Allerdings sehen auch die Barclays-Experten derzeit keine Anzeichen für eine positive Neubewertung des Titels. Andere hadern vor allem mit der Prognose von Merck: Matthew Weston von der Schweizer Großbank UBS bezeichnete sie als teilweise schwer nachvollziehbar, Peter Spengler von der DZ Bank bewertet den Ausblick als konservativ.

Charttechnisch wichtige Marken

Mit dem Kurssturz nach den Zahlen hat die Merck KGAA-Aktie (ISIN: DE0006599905) gleich vier wichtige Unterstützungslinien durchbrochen: Die Aktie ist unter die 50-, 100- und 200-Tage-Linien gefallen und auch unter die 50-Wochen-Linie gerutscht. Die nächsten nennenswerten charttechnischen Unterstützungen finden sich nun erst im Bereich von 108, bzw. 105 Euro.

Fazit

Auch mit gutem Willen fällt es schwer, momentan überzeugende Argumente für die Merck-Aktie zu finden. Anleger machen daher wahrscheinlich nichts falsch, wenn sie sich nach Alternativen umschauen.

Merck (WKN: 659990)

Häufige Fragen zur Merck-Aktie:

Zahlt die Merck KGaA ihren Aktionären regelmässig Dividenden?
Ja, der DAX-Wert schüttet jährlich Dividenden aus. Für das Geschäftsjahr 2025 wird Merck in 2026 erneut 2,20 Euro je Aktie ausschütten.

Wie hoch ist die aktuelle Dividendenrendite dieser Aktie?

Derzeit beträgt sie lediglich 1,79 Prozent. In den vergangenen Jahren war es oft noch weniger.

Wie lautet das Konsenskursziel der Analysten für die nächsten 12 Monate?

Derzeit beläuft sich das durchschnitliche Kursziel auf gut 149 Euro verbunden mit einem Konsensrating "Kaufen". Allerdings datieren die meisten Analystenschätzungen noch aus der Zeit vor den gestrigen Geschäftszahlen.

Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem «Stabile Werte Index» glücklicher.

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