Die italienische UniCredit stockt bei der Commerzbank aktuell immer weiter Aktien auf und bringt sich im Übernahmekampf in eine zunehmend bessere Position. Doch warum fällt die Aktie des DAX-Konzerns?
Die Unicredit befindet sich weiterhin im Übernahmekampf gegen die Commerzbank und hat einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung der Akquisition gemacht.
UniCredit stockt bei Commerzbank immer weiter auf
Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, hat die italienische Großbank nach Ablauf der regulären Annahmefrist direkten Zugriff auf rund 39 Prozent der Commerzbank-Aktien. Bis Ablauf der Angebotsfrist vom 5. Mai bis zum 16. Juni bekam die Unicredit nach eigenen Angaben 12,5 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient. Dies teilte die Unicredit am Freitag in Mailand mit. Zusammen mit den 26,8 Prozent, die die Italiener vor der Offerte hielten, würde der Anteil der Unicredit an Deutschlands zweitgrößter börsennotierter Bank rechnerisch auf 39,3 Prozent steigen.
Wie erwartet können die Anteilseigner der Commerzbank nun ihre Aktien bis zum 3. Juli innerhalb einer Nachfrist weiter in Unicredit-Papiere umtauschen. Das finale Ergebnis solle voraussichtlich am 8. Juli veröffentlicht werden, teilte die Unicredit mit.
Die geplante Übernahme der Commerzbank stößt bei dem Institut selbst und der Regierung auf großen Widerstand. So lehnt die Bundesregierung den Umtausch des vom Staat gehaltenen Aktienpakets von etwas mehr als 12 Prozent ab. Die Unicredit wiederum selbst kämpft mit harten Bandagen - beide Häuser überziehen sich mit gegenseitigen Vorwürfen.
Die Commerzbank rät ihren Anteilseignern weiterhin davon ab, das Umtauschangebot anzunehmen: Es sei "unverändert keine angemessene Prämie" enthalten, sagte ein Sprecher. Die Unicredit bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien. Umgerechnet war das lange Zeit weniger, als die Commerzbank-Papiere an der Börse wert waren.
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Warum fällt die Commerzbank-Aktie?
Doch angesichts dessen, dass die UniCredit immer stärkere Bemühungen unternimmt, die Commerzbank zu übernehmen, stellt sich die Frage, warum die Papiere am Montag um 1,5 Prozent fallen.
Vermutlich dürfte dies vor allem darauf zurückzuführen sein, dass die Enttäuschung bei Anlegern groß ist, dass die UniCredit nach Ablauf der Frist kein höheres Angebot für die Aktien der Commerzbank gemacht hat. Zudem waren die Anteilsscheine des DAX-Konzerns am vergangenen Mittwoch bereits stark gestiegen.
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Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Warum fällt die Aktie der Commerzbank?
Die Aktie der Commerzbank fällt am Montag, da die Enttäuschung bei Anlegern groß ist, dass die UniCredit nach Ablauf der Frist kein höheres Angebot für die Aktien der Commerzbank gemacht hat. Zudem waren die Anteilsscheine des DAX-Konzerns am vergangenen Mittwoch bereits stark gestiegen.
Wie hoch ist der Anteil der UniCredit an der Commerzbank?
Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, hat die italienische Großbank nach Ablauf der regulären Annahmefrist direkten Zugriff auf rund 39 Prozent der Commerzbank-Aktien. Bis Ablauf der Angebotsfrist vom 5. Mai bis zum 16. Juni bekam die Unicredit nach eigenen Angaben 12,5 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient.
Warum rät die Commerzbank von der Annahme der UniCredit-Offerte ab?
Die Commerzbank rät ihren Anteilseignern weiterhin davon ab, das Umtauschangebot anzunehmen: Es sei "unverändert keine angemessene Prämie" enthalten, sagte ein Sprecher. Die Unicredit bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien. Umgerechnet war das lange Zeit weniger, als die Commerzbank-Papiere an der Börse wert waren.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Commerzbank.
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