FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Die angespannte Lage im Nahen Osten wirkt sich aktuell nicht sonderlich auf das Geschehen am Devisenmarkt aus. Die Lage hat sich dort zuletzt wieder zugespitzt. Der Anstieg der Ölpreise hielt sich jedoch in Grenzen und der Euro wurde nicht belastet.
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Zwei solche Schiffe hätten versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen, teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Nach iranischen Attacken auf drei US-Zerstörer in der Straße von Hormus hat das US-Militär als Vergeltung zudem Ziele in der Islamischen Republik angegriffen.
Der etwas besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht stützte den US-Dollar kaum. Die Beschäftigtenzahl legte im April deutlicher zu als erwartet. Der Anstieg der Stundenlöhne blieb hingegen etwas hinter den Prognosen zurück, während die Arbeitslosenquote auf einem niedrigen Niveau verharrte.
Commerzbank-Experte Christoph Balz erwartet nach dem Bericht keine baldige Leitzinssenkung durch die US-Notenbank. Die Mitglieder der Fed dürften sich in ihrer mehrheitlich gehaltenen Einschätzung bestätigt sehen, dass der Arbeitsmarkt im Moment das geringere Problem sei. "Dagegen verfehlt die Fed ihr Inflationsziel seit fünf Jahren, und die steigenden Energiepreise sorgen aktuell für einen weiteren Teuerungsschub", schreibt Balz. "Es ist daher erst gegen Jahresende mit einer Zinssenkung zu rechnen, auch wenn sie von Präsident Trump immer wieder gefordert wird."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86410 (0,86410) britische Pfund, 184,37(184,07) japanische Yen und 0,9156 (0,9157) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.708 Dollar. Das waren gut 22 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he
Quelle: dpa-Afx