Die Commerzbank hat einen deutlichen Gewinnsprung gemeldet und beglückt Anleger jetzt mit mehr Dividende sowie Aktienrückkäufen. Doch sind die Papiere jetzt dennoch kein Kauf?

Am Dienstag hat die Commerzbank Quartalszahlen gemeldet und dabei einige Überraschungen für Anleger geliefert.

Commerzbank-Aktie: 70 Prozent mehr Dividende!

So hat das Geldhaus im abgelaufenen Jahr sein eigenes Gewinnziel übertroffen. Trotz Sonderkosten für den Abbau tausender Stellen lag der Überschuss bei 2,63 Milliarden Euro und verfehlte damit nur knapp den Vorjahreswert von 2,68 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern überraschend am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Vorstandschefin Bettina Orlopp hatte ihr Gewinnziel im Sommer auf etwa 2,5 Milliarden angehoben. Die Dividende soll nun von 0,65 auf 1,10 Euro je Aktie steigen. Zudem will die Bank bis zu 540 Millionen Euro in einen weiteren Aktienrückkauf stecken. Mit Jahresgewinn und Dividende übertraf die Commerzbank die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.

"Insgesamt geben wir 2,7 Milliarden Euro an Kapital zurück und damit sogar etwas mehr, als wir ursprünglich versprochen hatten", sagte Orlopp. In der Summe ist ein Aktienrückkauf von 1 Milliarde Euro aus dem vergangenen Jahr eingerechnet. Ihre kompletten Jahreszahlen will die Commerzbank wie geplant am 11. Februar veröffentlichen.

Commerzbank-Aktie trotzdem kein Kauf?

Doch trotz dieser positiven Nachrichten erscheint die Aktie der Commerzbank aus Expertensicht kein Kauf zu sein. Vom aktuellen Niveau sehen die Analysten im Konsens eine Downside von -1 Prozent und raten lediglich zum Halten der Papiere. Hintergrund ist vor allem die hohe Bewertung des DAX-Konzerns.

Auch BÖRSE ONLINE empfiehlt die Papiere der Commerzbank aktuell nicht zum Kauf, nachdem das Kursziel von 36,50 Euro im Januar erreicht wurde und Anleger deutliche Gewinne einstreichen konnten.

Bei welchen Aktien sich jetzt ein Kauf anbieten könnte, erfahren Sie in der neuen BÖRSE ONLINE Ausgabe.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Enthält Material von dpa-AFX

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