Als Chiphersteller ist Infineon in zahlreichen wichtigen Segmenten marktführend positioniert. Derzeit sorgt das boomende Geschäft mit KI-Chips und der Stromversorgung von Rechenzentren für viel Fantasie. Die DAX-Aktie bleibt damit eine attraktive Möglichkeit, mittel- und langfristig von der Erholung des Halbleitermarkts und dem anhaltenden KI-Boom zu profitieren. Goldman Sachs hebt den Daumen. 

AKTIONÄR-Leser wissen: Infineon entwickelt Leistungshalbleiter und komplette Stromversorgungskonzepte, die speziell auf die extremen Anforderungen moderner KI-Server ausgelegt sind. Ein Ende der Nachfragedynamik in diesem Bereich ist nicht in Sicht, denn in den kommenden Jahren wird auch der Ausbau der Netzinfrastruktur an Bedeutung gewinnen.

Doch damit nicht genug: Vorstand Jochen Hanebeck erwartet künftig einen kräftigen Umsatzzuwachs durch humanoide Roboter. „Das könnte ein Wachstumsfeld werden, wie es heute die Leistungshalbleiter für KI-Rechenzentren sind“, sagte er in einem Interview. Vorteil für Infineon: Viele der bereits vorhandenen Produkte wie Sensoren, Kommunikationschips oder Leistungshalbleiter für die Stromversorgung lassen sich ohne aufwendige Modifikationen in humanoiden Robotern einsetzen.

Ebenfalls wichtig: In den übrigen Endmärkten von Infineon, etwa im Automotive-Bereich, dürfte in den kommenden Quartalen eine schrittweise Erholung einsetzen.

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Analysten heben daher weiter den Daumen – und passen nach der jüngsten Kursrally nach und nach ihre Kursziele an. So sieht die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktie nun erst bei 88 Euro, bislang bei 75 Euro, fair bewertet. Analyst Alexander Duval passt dabei seine Schätzungen an größere Wachstumschancen angesichts der Nachfrage nach KI-Chips an und setzt zudem einen höheren Bewertungsmultiplikator an.

Infineon (WKN: 623100)

Keine Frage: Infineon agiert am Puls der Zeit. Die Aussichten sind vielversprechend. Nun müssen Hanebeck und Co die viel zitierten PS weiter auf die Straße bringen und Erlöse sowie Margen nachhaltig steigern. Anleger mit Weitblick halten an ihren Positionen fest.