Im Jahr 2025 sah es so aus, als hätte der US-Pharmariese Eli Lilly seine dänischen Konkurrenten Novo Nordisk im Markt für Abnehm-Medikamente klar abgehängt. Doch seit zwei Wochen ändert sich in das Bild. Ewas dahintersteckt.
2025 war für Aktionäre von Novo Nordisk ein Jahr zum Vergessen: Bis Jahresende halbierte sich der Kurs der dänischen Pharmaaktie, die bis dato als sicher Bank gegolten hatte. Seit dem Allzeithoch Ende Juni 2024 hat sich ihr Wert sich sogar gedrittelt.
Der Grund dafür: Der Erfinder der Abnehmspritze Wegovy hatte die Konkurrenz durch den US-Konzern womöglich unterschätzt. Deren Mittel gilt vielen als wirksamer – obwohl beide Wirkstoffe große Abnehmerfolge erzielen – und auch die Pipeline von Eli Lilly scheint für die Zukunft deutlich besser bestückt als die der Dänen.
Doch kurz vor Weihnachten änderte sich das Bild: Novo Nordisk und nicht Eli Lilly erhielt in den USA als erster die Zulassung für eine Abnehmpille auf Basis des Wegovy-Wirkstoffs. Eli Lilly forscht zwar an einem ähnlichen Produkt, das im Laufe des Jahres erwartet wird. Doch die Botschaft, die im Markt ankam, lautet: Ihr habt Novo Nordisk womöglich zu früh abgeschrieben. Denn in skandinavischer Bescheidenheit arbeiten die Dänen zuerst und reden erst, wenn sie auch liefern können – nicht umgekehrt.
25 Prozent Kursplus seit Weihnachten
Und so spricht das Momentum an der Börse nach den ersten Handelstagen 2026 plötzlich wieder für Novo: Während der Kurs von Eli Lilly seit Weihnachten und auch in den ersten Tagen des neuen Jahres allenfalls auf hohem Niveau stagnierte, hat der Kurs von Novo Nordisk seit dem 23. Dezember 2025 um sage und schreibe 25 Prozent zugelegt und am Freitag sogar erstmals wieder die Marke von umgerechnet 50 Euro überschritten.
Allein seit dem 1. Januar steht nun schon ein Kursplus von 16,5 Prozent zu Buche. Auf dem aktuellen Niveau von 50,68 Euro oder 375 Dänischen Kronen wird es nun auch charttechnisch wieder interessant: Die 200-Tage-Linie verläuft nur noch einen Euro oder zwei Prozent höher. Sollte der Kurs diese in den kommenden Tagen auch noch durchbrechen, wäre das ein starkes Kaufsignal. Das nächste Ziel läge dann erst wieder in der Widerstandszone um die 61 Euro.
Fazit
Nachdem es eigentlich aussah, als wäre Novo Nordisk auf Jahre eine „lame duck“, kommt nun wieder Fahrt in die Aktie. Die Chartsignale machen da große Hoffnung. Dass die Dänen dazu außerdem eine erwartete Dividendenrendite von 3,3 Prozent liefern, macht sie für Investoren zusätzlich attraktiv.
Schon in seiner Zeit als reiner Insulinhersteller galt Novo Nordisk als Muster an Verlässlichkeit in der Dividendenpolitik. Dass jetzt auch wieder steigende Kurse hinzukommen, macht die Aktie hochinteressant. Die Konkurrenz durch Eli Lilly ist bekannt und wird sich auch bei den Abnehmpillen wieder verschärfen. Aber darauf wäre die Börse diesmal vorbereitet.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.
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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Novo Nordisk.