Stada-Aktie: Investor Wyser-Pratte drängt auf Verkauf an CVC
· Börse Online Redaktion
Wyser-Pratte, Urgestein unter den aktivistischen Investoren, das in Deutschland mit seiner Kampagne für eine Aufspaltung von IWKA (heute Kuka) bekannt geworden war, hält nach eigenen Angaben weniger als drei Prozent an Stada. Stada hatte Kontakte zu CVC dementiert. CVC wollte sich dazu am Montag nicht äußern.
Wyser-Pratte gehört zu den Investoren, die Veränderungen bei Stada erzwingen wollen. Das Vorgehen von Active Ownership (AOC), die sich an die Spitze der Bewegung gesetzt hat, dauert ihm aber zu lange. "AOC will den langen Weg gehen. Ein Verkauf ist nicht ihre erste Wahl. Warum sollte man fünf Jahre warten, wenn man in fünf Monaten verkaufen kann?" fragte er. Schließlich gehe es bei Stada nicht nur darum, wie das Unternehmen geführt werde, sondern auch darum, Geld zu verdienen. "Ich würde einen Verkauf an CVC oder einen Generika-Hersteller bevorzugen", sagte der streitbare Investor. Nach entsprechenden Forderungen von AOC will Stada seine vinkulierten Namensaktien abschaffen, die lange als Bollwerk gegen einen Verkauf galten.
Formale Absprachen unter den Stada-Investoren gebe es nicht, betonte Wyser-Pratte. Dennoch sei er zuversichtlich, dass sich die kritischen Aktionäre auf der Hauptversammlung am 26. August durchsetzen würden. "Je näher die Hauptversammlung rückt, desto mehr Hedgefonds, aber auch institutionelle Investoren werden sich einkaufen." Anleger wie Shareholder Value Management (SVM) und Petrus Advisers sind schon eingestiegen, auch Fondsanbieter wie die DWS und die Allianz haben Sympathien für den Vorstoß von AOC erkennen lassen.
AOC will vor allem den Aufsichtsrat von Stada neu besetzen. "Das sind Leute mit internationaler Erfahrung, die fähig sind, sich durch die Bürokratie dort zu kämpfen", lobte Wyser-Pratte die von AOC nominierten Kandidaten. Das Gremium soll danach den Vorstand umbauen. Stada wollte die Äußerungen von Wyser-Pratte nicht kommentieren.
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