Keine Frage: Infineon agiert am Puls der Zeit. Die Aussichten für den heimischen Chipriesen sind vielversprechend. Die DAX-Aktie bleibt eine attraktive Möglichkeit, mittel- und langfristig von der Erholung des Halbleitermarkts und dem anhaltenden KI-Boom zu profitieren. Dafür muss der Konzern die viel zitierten PS allerdings auch weiter auf die Straße bringen und Erlöse sowie Margen nachhaltig steigern. Dieser Experte bleibt extrem zuversichtlich.

Die Führungsrolle bei KI-Leistungshalbleitern dürfte Infineon weiter für immenses Wachstum sorgen, so Technologie-Analyst Sandeep Deshpande von JPMorgan. Im laufenden Geschäftszyklus dürften die Margen ihr Hoch aus dem Corona-Zyklus sogar übertreffen. Auch für das Geschäft mit der Autobranche ist Deshpande wieder optimistischer. Er sieht hier Anzeichen einer Nachfragebelebung. Vor diesem Hintergrund hat der Stratege das Kursziel für die Aktie von 74 auf 96 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" bestätigt.

Sein Timing passt: Die Stimmung in der Branche ist nach den Zahlen von Micron Technology extrem gut. Der Speicherchip-Spezialist hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss beeindruckende Daten für Umsatz und Gewinn vorgelegt und auch mit dem Ausblick überzeugt.

AKTIONÄR-Leser wissen: Als Chiphersteller ist Infineon in zahlreichen wichtigen Segmenten marktführend positioniert. Derzeit sorgt das boomende Geschäft mit KI-Chips und der Stromversorgung von Rechenzentren für viel Fantasie. Der Konzern entwickelt Leistungshalbleiter und komplette Stromversorgungskonzepte, die speziell auf die extremen Anforderungen moderner KI-Server ausgelegt sind. Um die steigende Nachfrage bedienen zu können, hat der heimische Chipriese in den vergangenen drei Jahren in Dresden eine neue Fabrik, die Smart Power Fab, errichtet.

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Doch damit nicht genug: Humanoide Roboter könnten das nächste Wachstumsfeld werden. Infineon setzt hier bereits viele der vorhandenen Produkte wie Sensoren, Kommunikationschips oder Leistungshalbleiter für die Stromversorgung ein, die dem Vernehmen nach ohne aufwendige Modifikationen in humanoiden Robotern eingesetzt werden können. Aber auch in den anderen Endmärkten, etwa im Automotive-Bereich, dürfte in den kommenden Quartalen eine schrittweise Erholung einsetzen.

Infineon (WKN: 623100)

Fazit

Das Fazit hat Bestand: Nach dem jüngsten scharfen Rücksetzer übernehmen die Bullen wieder das Kommando. In diesem Umfeld scheint ein neuer Anlauf in Richtung Rekordhoch bei 88,83 Euro nur eine Frage der Zeit. Anleger mit Weitblick halten an ihren Positionen fest.